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Grönadal Klockbacken

Die Gemeinschaft am See Mien

Åke Bengtsson und Kathleen Thomas beim Kakkalas im Bygdegård am Mien

In unserem Zuhause am See Mien haben wir uns von Anfang an wohl und gut aufgehoben gefühlt. Die Menschen vor Ort sind sehr freundlich, tragen stets ein Lächeln auf den Lippen und grüßen auf eine Weise, die einem zeigt, dass man willkommen ist. Man hat das Gefühl, dass auch die Leute um einen herum das Plus an Lebensqualität, das man hier auf dem Land bekommt, zu schätzen wissen. Nach unserem Umzug merkten wir schnell, dass es in Schweden zahlreiche Vereine gibt, die das öffentliche Leben organisieren. In unserer Gemeinde am Mien gibt es beispielsweise einen Verein für das Gemeindehaus, einen weiteren für den Fisch- und Gewässerschutz, einen klassischen Sportverein und einen Verein für den Ausbau des Glasfasernetzes. Insbesondere der letzte Verein hatte es mir von Anfang an angetan: Da mir eine schnelle und konstante Internetversorgung in meinem neuen Zuhause schon aus beruflichen Gründen ein wichtiges Anliegen war, sagte ich ohne zu zögern zu, als mir ein Posten im Vorstand des Glasfaservereins angeboten wurde.

Gemeinschaft im Verein erleben – und mehr über die Schweden erfahren

Meine Zeit im Glasfaserverein habe ich sehr genossen. Ich lernte viel darüber, wie die Schweden in einem Verein zusammenarbeiten und konnte natürlich auch meine Schwedischkenntnisse verbessern.
Ein Thema bei den abendlichen Treffen des Vereins war die Frage, wie wir für Klockbacken einen Anschluss an das Glasfasernetz erreichen konnten. Gemeinsam mit dem Verein reichten wir einen Antrag auf Förderung ein, die uns der schwedische Staat auch tatsächlich genehmigte. Nach der anfänglichen Freude stellte sich jedoch schnell Ernüchterung ein: Da wir die Einzigen in unserer Straße sind, die dauerhaft vor Ort wohnen, wollte sich niemand anderes an den Kosten für den Glasfaseranschluss beteiligen. Für unsere Nachbarn, die aus Deutschland, Dänemark und anderen Teilen Schwedens kommen und stets nur für ein paar Wochen vor Ort leben, ist das bereits verfügbare, mobile Internet verständlicherweise absolut ausreichend. So mussten wir uns damit geschlagen geben und ebenfalls weiterhin mit dem mobilen Netz zufrieden sein.

Treffen in Tingsryd zum Thema Glasfaserausbau

Trotz der Niederlage – der Zusammenhalt bleibt

Obwohl es mit dem schnellen Internet für uns im Verein nicht geklappt hat, waren die Bemühungen alles andere als umsonst. Wir haben viele nette Menschen kennengelernt und uns mit einigen Dorfbewohnern auch privat angefreundet. Die Menschen in Mienbygden gehen freundlich und offen miteinander um und engagieren sich für ein gut funktionierendes Miteinander. Wer sich integrieren möchte, bekommt zahlreiche Angebote und Möglichkeiten. Wer lieber für sich selbst bleibt und die Ruhe sucht, muss nicht befürchten, bedrängt zu werden. Wir persönlich sind auch heute noch sehr dankbar für die vielen Kontakte und die zahlreichen Hilfs- und Unterstützungsangebote, die wir hier vor Ort von der ersten Minute an bekommen haben. An unsere Zeit in der Gemeinschaft am Mien werden wir uns deshalb immer gern zurückerinnern.

Valborgsmässoafton am Badeplats am Mien

Über den Autoren: Åke Bengtsson

Åke hat seinen Traum von einem Leben in der Natur Schwedens wahr gemacht und lebt seit 2015 mit seiner Frau und seinen drei Hunden in diesem wunderschönen Land. In seinen Texten schreibt er von seinen Erlebnissen und Erfahrungen.

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