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Grönadal Klockbacken

Alltag - Infrastruktur und Versorgung vor Ort

Leerung des Abwasserbrunnens

Auch wenn wir regelmäßig zum ICA Maxi nach Karlshamn fahren, um uns dort mit Lebensmitteln und Co. einzudecken, ist klar, dass es abseits von diesem Geschäft noch eine ganze Menge Dinge mehr gibt, die dafür sorgen, dass unser Leben auf dem Land so reibungslos und so rund abläuft. Immerhin braucht man hin und wieder auch mal diverse Fachgeschäfte wie etwa einen Schuster oder einen Baumarkt und spätestens wenn der Winter näher rückt, ist es wichtig, einen guten Lieferanten für Brennholz zu kennen. Hier bei uns findet man alles innerhalb eines kleinen Radius von bis zu 30 Kilometern. So sind alle Geschäfte, die man braucht, nah genug dran, um sie schnell zu erreichen, aber weit genug weg, damit man sich nicht eingeengt fühlt. Wer möchte, hat bei uns sogar einen direkten Zugang zum öffentlichen Busverkehr: Die nächste Haltestelle ist nur 500 Meter entfernt – gerade so weit weg, dass sie nicht stört, aber fußläufig "um die Ecke" ist.

Vom Abfall bis zum Abwasser – klare Regelungen sind gegeben

LKW zum Transport der orangen Markierungsstangen

Hier auf dem schwedischen Land funktionieren die meisten Abläufe, die wir auch aus Deutschland gewohnt sind, absolut reibungslos. Unser Haus steht an einer befestigten Straße, die im Winter regelmäßig geräumt und wird. Und im Frühjahr kommt sogar ein extra Fahrzeug und nimmt das im Winter ausgebrachte Streugut wieder auf. In der warmen Jahreszeit übernimmt der Dienst von der Gemeinde außerdem das Zurückschneiden der Pflanzen an den Böschungen. Alles, was wir tun müssen, ist uns um unsere eigene kleine Hofeinfahrt zu kümmern. Die Entsorgung des Abwassers ist ebenfalls unproblematisch: Einmal im Jahr kommt ein Wagen, der das Abwasser mitnimmt, und schon hat man wieder für ein ganzes Jahr Ruhe. Das Gleiche gilt für den Schornsteinfeger: Auch er kommt einmal im Jahr und ist meistens schneller wieder weg, als man es sich vorgestellt hatte.

Die Post auf dem Lande – Zustellung direkt aus dem Auto

Briefkasten an der Straße

Während die Müllabfuhr in unserer Wohngegend alle 14 Tage vorbeischaut, kommt der Postbote natürlich jeden Tag von Montag bis Freitag, meistens kurz vor der Mittagszeit. Anders als in Deutschland verlässt der Briefzusteller in Schweden normalerweise aber nicht sein Auto. Deshalb sind die Briefkästen nicht direkt an der Haustür angebracht, sondern stehen an der Straße. Viel Schriftverkehr funktioniert mittlerweile aber auch über den elektronischen Postkasten – das ist schnell, bequem, sicher und schont gleichzeitig noch die Umwelt. Wer ein Päckchen erwartet, kann dieses entweder zuhause in Empfang nehmen oder es wird an eine Abgabestation geliefert. In unserem Fall ist dies eine Tankstelle in Tingsryd. Diesen Service kennt man ebenfalls aus Deutschland. Allerdings haben wir noch nicht genau herausgefunden, unter welchen Gesichtspunkten die Paketzusteller Pakete direkt ans Haus liefern und wann sie an der Tankstelle abgegeben werden. Nichtsdestotrotz finden wir es äußerst praktisch, da wir so nicht auf Zwang zuhause sein müssen, wenn wir zum Beispiel eine Bestellung erwarten. Die Lieferzeiten von Briefen und Paketen sind nur unwesentlich länger als in Deutschland trotz der längeren Strecken, die zu überbrücken sind. Wir sind meistens ganz überrascht, wie schnell es geht.

Über den Autoren: Åke Bengtsson

Åke hat seinen Traum von einem Leben in der Natur Schwedens wahr gemacht und lebt seit 2015 mit seiner Frau und seinen drei Hunden in diesem wunderschönen Land. In seinen Texten schreibt er von seinen Erlebnissen und Erfahrungen.

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