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Aufenthaltsgenehmigung vs. Aufenthaltsrecht: Für wen gilt was?

Europäische Flagge umgeben von den Länderflaggen der Europäischen Union

Das Beste vorneweg: Wenn du als deutscher Staatsangehöriger in Schweden wohnen, arbeiten oder studieren möchtest, benötigst du keine Aufenthaltsgenehmigung (schwed.: uppehållstillstånd). Denn alle EU-Bürger ebenso wie Staatsangehörige der Nordischen Länder profitieren von dem sogenannten Aufenthaltsrecht (schwed.: uppehållsrätt). Dank dessen können sie und ihre Familienmitglieder nach Schweden einreisen und dort leben, ohne sich vorab beim schwedischen Migrationsamt (schwed.: Migrationsverket) anmelden zu müssen. Einzige Voraussetzung: Du musst die Versorgung für dich (und deine Familienangehörigen) z.B. mittels beruflicher Einkünfte oder Privatvermögen sicherstellen können. Darüber hinaus solltest du einen gültigen Pass vorweisen können, der die Staatsangehörigkeit zu einem EU-Mitgliedstaat belegt. Nachdem du fünf Jahre lang ohne Unterbrechung in Schweden gelebt hast, erhältst du schließlich das sogenannte permanent uppehållsrätt. Einen entsprechenden Beleg kannst du dir auf Anfrage beim schwedischen Migrationsamt ausstellen lassen.

Eine Aufenthaltsgenehmigung benötigen hingegen diejenigen, die aus einem Drittstaat stammen oder EU-Bürger, die die Bestimmungen für das Aufenthaltsrecht nicht einhalten können. In diesem Fall ist es stets Pflicht tillstånd beim Migrationsverket zu beantragen. Was es dabei zu beachten gilt, erfährst du im Folgenden.

Nach Schweden als EU-Bürger ohne Aufenthaltsrecht?

Solltest du EU-Bürger sein, jedoch kein Aufenthaltsrecht haben, kommst du um eine Antragsstellung für eine Aufenthaltsgenehmigung beim Migrationsverket nicht herum. Wenn du beabsichtigst, zu einem Familienmitglied nach Schweden zu ziehen, kannst du die entsprechende Anmeldung direkt vor Ort durchführen. Beachte jedoch: Damit dein Antrag bewilligt wird, musst du eine Reihe von Kriterien erfüllen. Welche dies sind, wird auf der Homepage des schwedischen Migrationsamts im Detail erläutert.

Aufenthaltsgenehmigungen für Familienmitglieder aus Drittstaaten

Familienmitglieder, deren Verwandte bereits in Schweden leben und die aus einem Land außerhalb der EU stammen, müssen sich ebenfalls beim Migrationsverket melden und dort eine sogenannte uppehållskort (dt.: Aufenthaltskarte) beantragen. Diese ermöglicht es ihnen, ungehindert in Schweden leben und arbeiten zu dürfen. Dies gilt allerdings nur dann, wenn das aus Europa stammende Familienmitglied sein Aufenthaltsrecht mittels Arbeit, Studium oder Vermögen garantieren kann. Darüber hinaus müssen selbstverständlich weitere Auflagen erfüllt und eine Reihe von Nachweisen erbracht werden. Zu letzteren gehören beispielsweise Kopien von Ausweispapieren, Eheurkunden und Geburtsnachweisen. Genauere Informationen hierzu kannst du online beim Migrationsverket erhalten.

Über die Autorin: Julia Klotzbach

Nach zwei Semestern an der Uni in Göteborg und ihrem Skandinavistik-Studium brennt Julia auch heute noch für Schweden. Pläne rund um eine mögliche Auswanderung werden daher von Zeit zu Zeit immer wieder aktuell.

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