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Schwedische Feiertage

Glad påsk: Ostern in Schweden

Kinder, als Osterhexen verkleidet, ziehen von Haus zu Haus.

Bunt bemalte Eier, Schokohasen und Lagerfeuer an lauen Frühlingsabenden – Ostern feiert man in Schweden genauso wie hierzulande. Naja, fast zumindest. Denn hier und da gibt es schon ein paar Unterschiede zum deutschen Osterfest.

Freudiges Einstimmen auf den Frühling: So feiern die Schweden Ostern

Ostern ist einer der wichtigsten Feiertage des Christentums, der in Gedenken an den Tod und die Auferstehung Jesu Christi ausgerichtet wird. Gemäß der Kirchentradition findet das Fest am Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond statt, sodass Ostern für gewöhnlich auf ein Wochenende zwischen dem 22. März und dem 25. April fällt.

Genauso wie in Deutschland wird das Osterfest in Schweden durch den Gründonnerstag – bei unseren skandinavischen Freunden als Skärtorsdagen bekannt – eingeläutet. Hieran schließt sich der Långfredagen (dt.: Karfreitag) an, ehe am Påskdagen (dt.: Ostersonntag) und Annandag påsk (dt.: Ostermontag) das Osterfest seinen Höhepunkt erreicht.

Ostern wird jedoch nicht ausschließlich aus religiösen Gründen gefeiert, sondern dient auch dazu sich auf den bevorstehenden Frühling einzustimmen. Zu Ostern lassen es die Schweden daher gerne entspannt und beschaulich zugehen: Man trifft sich im engsten Familien- und Freundeskreis, um gemeinsam die Vorfreude auf den Frühling zu genießen.

Dafür wird das Zuhause meist mit frühlingshafter Osterdeko, wie påskris bzw. björkris (dt.: Birkenzweige), Hühner- und Kükenfiguren sowie natürlich påskägg (dt.: Ostereier) festlich geschmückt. Letztere machen sich nicht nur als Dekoobjekte überaus gut, sondern sorgen beim påskmat für kulinarische Genussmomente. Serviert mit lammstek, lax, sill, Janssons frestelse und påskmust wird das Osteressen im Schweden Style schließlich perfekt.

Neben dem påskbord für viele ein Highlight zu Ostern: Die påskbrasor (dt.: Osterfeuer), welche meist am Karfreitag ausgerichtet werden und damit den Auftakt des Osterfests bilden. Die prächtigen Lagerfeuer sollen gemäß des Volksglaubens böse Kräfte, die durch die Kreuzigung Jesu Christi zum Leben erweckt wurden, und Hexen vertreiben.

Påskkärringar, äggpickning & påskkyckling : Schwedische Traditionen und Bräuche zum Osterfest

Die meisten Traditionen, die das Osterfest in Schweden auszeichnen, sind dir sicherlich bereits aus Deutschland bekannt. Doch welche Osterbräuche sind nun typisch schwedisch? Zweifelsohne der Schwedenklassiker par excellence: Die påskkärringar (dt.: Osterhexen), die am Skärtorsdagen durch die Nachbarschaft ziehen, um an jeder Tür um ein paar godis zu bitten. Als Dankeschön haben sie selbstgemalte Osterbilder im Gepäck. Klar, dass diese Ostertradition meist Kindern vorbehalten ist, die es lieben sich mit langen Röcken, bunten Kopftüchern und Besen als Osterhexen zu verkleiden und auf Süßigkeitenjagd zu gehen.

Bei Kindern ebenfalls sehr beliebt sind Osterspiele, wie äggpickning (dt.: Eiertitschen) und natürlich das Suchen der påskägg, die mit godis oder sogar kleinen Geschenken gefüllt sein können.

Übrigens: Die Ostereier bringt in Schweden traditionell das påskkyckling (dt.: Osterküken) und nicht der Osterhase. Letzterer ist ursprünglich eine Osterfigur made in Germany, doch inzwischen ist der påskhare bei unseren skandinavischen Nachbarn ebenfalls ein beliebtes Symbol des Osterfests.

Über die Autorin: Julia Klotzbach

Nach zwei Semestern an der Uni in Göteborg und ihrem Skandinavistik-Studium brennt Julia auch heute noch für Schweden. Pläne rund um eine mögliche Auswanderung werden daher von Zeit zu Zeit immer wieder aktuell.

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