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Bewerbung bei einem schwedischen Arbeitgeber

Zeugnisse im schwedischen Bewerbungsverfahren

aufgeschlagene Mappe mit Zeugnissen

Ein Einserschnitt im Abitur oder ein Diplom mit Auszeichnung – was im deutschen Bewerbungsverfahren enorm wichtig ist, interessiert potentielle Arbeitgeber in Schweden nicht zwangsläufig. Der Umgang mit Zeugnissen im schwedischen Bewerbungsverfahren unterscheidet sich deutlich von dem, was du aus Deutschland kennst. Umso wichtiger, dass du Zeugnisse und Zertifikate nicht einfach wahllos an deine Bewerbungsunterlagen heftest, sondern die nachfolgenden Infos liest. Dort erklären wir dir, wann du Zeugnisse mitschicken solltest und wann du getrost darauf verzichten kannst.

Wann gehören Zeugnisse in die Bewerbungsunterlagen?

Ganz klar: Wenn in einer schwedischen Stellenanzeige steht, dass dein potentieller Arbeitgeber gern einen Blick auf deine Zeugnisse werfen will, solltest du diese auch mit deinen Unterlagen zusammen losschicken. Dasselbe gilt für viele medizinische oder juristische Berufe: In diesen Bereichen kannst du ohne die entsprechenden beruflichen Qualifikationen normalerweise keine Anstellung finden. Und deine beruflichen Qualifikationen weist du nun einmal über Zeugnisse und Zertifikate nach. Ebenfalls in den Unterlagen sollten deine Zeugnisse landen, wenn du über einen hervorragenden Notendurchschnitt oder besonders gute Zensuren in für den Job relevanten Fächern verfügst. Alternativ kannst du dies auch im Lebenslauf anmerken und darauf verweisen, dass du die Zeugnisse als Referenz auf Wunsch gern nachreichst.

Wann solltest du die Zeugnisse nicht mitschicken?

Wenn Zeugnisse nicht explizit gefordert werden und deine Zensuren nicht unbedingt die besten waren, solltest du mit diesen lieber zurückhaltend umgehen. Das gilt zumindest so lange, bis der Arbeitgeber sich aktiv nach ihnen erkundigt. Dann hast du aber vermutlich bereits einen derart positiven Eindruck hinterlassen, dass auch die etwas weniger guten Noten dir nicht mehr gefährlich werden können.

Tipps rund um Zeugnisse im schwedischen Bewerbungsverfahren

Wer sich mit deutschen Zeugnissen bewerben will, muss sich diese ggf. übersetzen und anschließend beglaubigen lassen. Ausbildungsinhalte sind in Deutschland und Schweden schließlich nicht zwangsläufig identisch. Manchmal ist das den Arbeitgebern aber auch egal. Am besten ist es, wenn du dich vorab bei dem Unternehmen, bei dem du dich bewerben willst, über die Zeugnis-Politik informierst. Doppelt clever: So kannst du nicht nur sichergehen, dass du alle relevanten Unterlagen einreichst, sondern hast außerdem noch einen netten Aufhänger für eine persönliche Kontaktaufnahme – und gerade die ist schwedischen Arbeitgebern besonders wichtig.

Über die Autorin: Kathleen Thomas

Kathleen ist im Sommer 2015 zusammen mit ihrem Mann nach Südschweden ausgewandert. Die beiden sind selbständig im Bereich Werbung und wollen andere über das Projekt Nystart bei ihrer Auswanderung nach Schweden unterstützen.

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